Neujahr 2020

Weniger ist mehr

Ein neues Jahr, eine neue Dekade…
Ich kann mich noch gut erinnern, als ein neues Millennium anbrach, wieviel an Hoffnungen, Wünschen, Vorstellungen damit verknüpft wurden.

Rein persönlich geht es den meisten wohl so gut wie noch nie.
Dass dies auf Kosten der zukünftigen Generationen so ist, hört man immer öfter und lässt sich, wenn man ehrlich ist, nicht mehr verleugnen. Doch ein Lamentieren, Klagen oder gar Beschuldigen könnte ein Schuss nach hinten sein. Wer will schon zurückstecken, weil andere es von mir erwarten oder gar fordern? Tun jene es selbst?
Seinen ökologischen Fußabdruck festzustellen ist eine Möglichkeit, um für sich selbst Klarheit zu gewinnen: Lebe ich über die Verhältnisse? Verbrauche ich Ressourcen, die für die nächste Generation nicht mehr zur Verfügung stehen? Ist mein Luxus ein Abbild des Gedankens: Hinter mir die Sintflut?

Erst wenn ich selbst die Sache in die Hand nehme, – nämlich meine Sache, dann wird sich etwas bewegen. Augenscheinlich vielleicht nur im Kleinen, doch viele Tropfen bilden das Meer. Das heißt, mein ökologischer Fußabdruck sollte meinem Fuß entsprechen, mit dem ich für eine geschenkte Zeit auf dem geliehenen Boden Erde wandle. Denn vieles, das diesen Fußabdruck „aufbläht“, ist im Grunde unserer Gesundheit – sowohl körperlich wie auch psychisch – gar nicht zuträglich. Wenn wir das erkennen, kommen wir unweigerlich zu dem Punkt: Ich will / muss / werde etwas verändern. Davon bin ich überzeugt. Denn wir möchten ja alt werden, und zwar gesund alt werden.

Sich zu bescheiden bedeutet nicht automatisch auf Lebensqualität zu verzichten. In vielem bedeutet es genau das Gegenteil, doch die Quelle der Qualitätssteigerung liegt nicht im Haben, sondern im Sein. Weniger ist mehr.

Das wird wohl das Motto für die 2020er Jahre werden und ich bin überzeugt, es wird uns damit bestens gehen: Weniger ist mehr.

Adventkalender 2019

Das war Weihnachten 2019!

Mit einer Gesamtansicht des aktuellen Vilser Rathaus-Adventkalenders 2019 schließt sich heute der Festtagskreis und ich schließe meinen Adventkalender.

Wer diese Zeit besonders liebt, nützt bestimmt die Gelegenheit, noch länger Weihnachtsduft zu schnuppern, was vor allem in vielen Dörfern möglich ist: Man geht „Krippele luaga“.
Und liebe Bekannte freuen sich, wenn man kommt, den „Christbaum zu loben“!
Solange die Heiligen Drei Könige noch dem Stern nachwandern, ist reichlich Zeit dafür…

24. Dezember – Heiliger Abend

Weihnachten

Das Sehnsuchtsfest rund um den Erdkreis:
Im Kind manifestiert sich die Sehnsucht nach Frieden, Geborgenheit, Familie, Menschenfreundlichkeit, Sicherheit und mehr als alles andere – Sehnsucht nach Liebe.

Aus dem Sehnsuchtsfest soll ein Hoffnungsfest werden, damit sich erfüllt, was das Herz braucht und beglückt! Frohe Weihnachten!

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Der Garten ist ein unbestechlicher Lehrmeister

Suria Verlag Komm auf meine Gartenbank

Der Garten lehrt Warten.
Immer wieder warten. Bis es hell wird, bis endlich Frühling ist, bis taulaufen gegen schneelaufen eingetauscht werden kann, bis die mutigen Schnittlauchspitzen zu sehen sind, bis die ersten Erdbeeren sonnenreif schmecken, bis man mittags draußen essen kann, bis die Haut den ersten Sonnenhauch erhält, bis man den ersten lauen Abend im Freien genießen kann … bis alle Gartengeräte verräumt sind und der Garten unter der Schneedecke träumt …

Und bei all diesem Warten lehrt der Garten Geduld.
Geduldige Geduld. Da lässt sich nichts erzwingen. „Das Gras wächst nicht schneller, auch wenn man daran zieht.“ Dieses Sprichwort bringt es auf den Punkt: Mein Plan hat sich dem Rhythmus der Natur unterzuordnen. Meine Pläne entsprechen viel mehr einer To-do-Liste mit kreativem Anfang und Ende.
Vielleicht.

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Komm auf meine Gartenbank

Suria Verlag Komm auf meine Gartenbank

Ich freue mich, wenn ich Gartenfreunden und jenen, die es vielleicht noch werden wollen, mit diesen Gedichten und Gedanken etwas geben konnte.

Nun, dieses Buch ist kein Gartenratgeber. Stapelweise finden sich wunderbare Bücher mit Tipps, Tricks und Lifehacks, und außerdem entdeckt man entsprechende Interneteinträge wie Sand am Meer.
Vielmehr geht es hier um „Gespräche auf der Gartenbank“.

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Ein gesundes und glückliches Jahr!

Dies ist keine Floskel, nein, vielen wünsche ich dies ganz besonders, weil sie um ihre Gesundheit bangen oder gar kämpfen müssen, weil sie sich vom Glück verlassen fühlen in den Wirrnissen des Lebens.
Ich wünsche ihnen die Kraft, alles zu tun, was ihrer Gesundheit zuträglich ist. Und den Menschen, die an ihrer Seele leiden, wünsche ich, dass sie dem Glück entgegengehen und es auch sehen können, wenn es sich in kleinen Zeichen vor die Füße legt.

Kaum ein Tag an dem man nicht von einer zunehmenden sozialen Kälte hört. Ich fürchte, wir hören das so oft, bis wir es glauben und soweit verinnerlicht haben, dass wir bei jedem Blick, den wir nicht deuten können, davon ausgehen, das ist sie nun, die soziale Kälte. In einem Land, in dem es uns so gut geht, in einer Gesellschaft, die sehr wohl offen und mit Herzenswärme ausgestattet ist, im kleinen Kreis, der das tragende Beziehungsnetz ausmacht, – da können Worte sehr viel kaputtmachen. Worte sind die hinterhältigsten Waffen! Dauernd von sozialer Kälte zu reden, beweist nur, dass es diese natürlich auch gibt. Hat es immer schon. Die große Gefahr dieser Worte ist ja, dass die soziale Kälte an diesen Worten wächst, weil man sich vermeintlich davor schützen muss.
Ich will ihr entgegenreden. Ganz vehement entgegenreden.

Mein Bild dazu: Meine Obstschüssel voll mit Früchten des Südens.
Im Süden steht die Sonne, die unsere Welt ausleuchtet,
vom Süden, Südosten kommen sie, die unsere Hilfe brauchen,
im Süden meines Herzens ist die Sehnsucht beheimatet…

„Seid vor allem immer fähig, jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen. Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs. Wir müssen stark werden, ohne je unsere Zärtlichkeit zu verlieren.“ Ernesto Che Guevara (Brief an seine Kinder)