24
Frohe Weihnachten!

„Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ Lk 2/19
Die Welt ist weich und hart, hell und dunkel, warm und kalt, gütig und grausam …
Was wir mit unserem Herzen lesen und in unseren Gedanken tragen, wird uns prägen.
So braucht es wohl Jahr für Jahr dieses schönste Fest: Wir dürfen die Freude des geschenkten Lebens, die Fülle, die aus dem Kleinen keimt, und die Zuversicht in die Kraft der Liebe immer wieder aufs Neue feiern.
Frohe Weihnachten!

Bild siehe oben: Altarblatt in der Zunftkirche/Bichlbach, Maler Johann Heel/Pfronten
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Himmlische Klänge
„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Das sagt Herr Friedrich Nietzsche, Philosoph und Meister treffsicherer Aussagen (1844 – 1900). Nein, so dramatisch will ich es nicht sehen!
Doch Weihnachten ohne Musik wäre schon sehr, sehr karg. Da würde mir viel abgehen, und bestimmt nicht nur mir. Welche Musik gerne gehört, gespielt, gesungen wird, das ist wie bei vielen anderen Dingen auch eine Entscheidung, die von familiärer Prägung, Region, Aktualität und persönlichem Geschmack abhängt.
Lassen wir die Vielfalt klingen! Freuen wir uns an der Freude der Akteure! Genießen wir die wunderbare Stimmung, die Musik zu zaubern vermag!
Weihnachten mit himmlischen Klängen!

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’s Christkind kommt
Jakob, ein „Möchte-noch-ans-Christkind-glauben-Kind“, schreibt seinen innigsten Wunsch in einem Brief ans Christkind. Ein paar Tage später begleitet er seine Mama ins Einkaufszentrum und entdeckt in der Spielwarenabteilung genau den gewünschten Lego-Solar-Zug seines Herzens ganz oben im Regal. Und den Preis. Und er stellt fest, dass das Geschenk eigentlich viel zu teuer ist. Da steht er und mit Sehnsuchtsaugen hinauf zum Wunschobjekt tappt er von einem Fuß auf den anderen. Die Mama beruhigt ihn: „’s Christkind wird’s schon machen!“ Er seufzt aus tiefstem Herzen: „Ja, ’s Christkind! Aber du musst es doch zahlen!“ Seine Mama dazu: „Warten wir mal ab…“ Er überlegt ein bisschen und stellt dann beruhigt fest: „Stimmt, ’s Christkind und der Osterhase können ja alles!“

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Wintersonnenwende
Wintersonnenwende, – der kürzeste Tag des Jahres. Es trifft sich wunderbar, dass außerdem der 4. Adventsonntag ist. Die vier Kerzen versprechen uns das kommende Licht für die Welt. Nicht umsonst feiern viele Kulturen genau zu dieser Zeit Lichterfeste. Die Tage werden wieder länger, ganz ohne unser Zutun: „Zu Weihnachten um einen Mückenschritt, Neujahr um einen Hahnentritt, Dreikönig um einen Hirschensprung, Lichtmess um eine ganze Stund’“, so lautet eine alte Weisheit.
Damit es auch im Miteinander „heller“ wird, dazu benötigt es sehr wohl unser Zutun. Davon erzählt die Weihnachtsgeschichte, Jahr für Jahr aufs Neue, weil wir immer wieder darauf angewiesen sind. Weil wir ziemlich vergesslich sind. Es geht immerhin darum, die Welt ein bisschen freundlicher und heller zu machen.

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Weihnachtspulli
Kaum eine Jahreszeit offenbart die unterschiedlichsten Geschmacksvorstellungen so deutlich wie die Weihnachtszeit. Es wird geschmückt und dekoriert, beleuchtet und verwandelt.
Was ist schön? Was ist geschmackvoll?
Ach, ist das wirklich wichtig? Es zählt, was gefällt. Was die Seele wärmt. Was Freude schenkt. Nur das.
Von romantischem Kerzenschein bis Glitzer-Glimmer-Las Vegas.
Von Strohsternen bis zu blinkenden bunten Leuchtkugelketten.
Von Pulli bis Weihnachtspulli 😉.
Geschmack kann man nicht verhandeln. Geschmack ist eine Lebensphilosophie. Und eine Lebensphilosophie muss man leben.

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Heute ein wunderschöner Text von meinem Sohn Alexander :

Huam komma
huam komma isch … ja, was isch huam komma?
huam komma isch für mi it nur a Ort oder a Land
huam komma isch für mi mehr als viermal a weiße Wand
huam komma isch …
ja, was isch huam komma?
wenn ma in gleichen Weg immer wieder gera goht
und mitm Schlüssel in der Hand vorm richtigen Eingang stoht
wenn ma jemand trifft mit am Lächeln im Gsicht
und wenn ma zam die gleiche Sproch no spricht
huam komma isch ganz tiaf in uns dinn
huam komma isch …
ja, was isch huam komma?
huam komma isch, wenn i sein kann wia i bin
egal ob laut, leise, glücklich oder wenn i spinn
wenn ma gemeinsam buggelt, rauft und singt
unds Glächter übern ganzen Hausgang klingt
huam komma isch ganz tiaf in uns dinn
huam komma isch …
ja, was isch huam komma?
huam komma isch a Berg voll Freude
für die eigenen Träume es richtige Gebäude
wenn ma woas es gibt Leit dia alls für oan geba
wenn ma sein eigenen Platz hot im Leba
huam komma isch ganz tiaf in uns dinn
huam komma isch …
ja, was isch huam komma?
huam komma isch für mi:
es wird leiser und ma heart wieder mehr
des hat mir gfehlt, auf des freu i mi sehr
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Post
Die Post wie früher bekommt noch ihren Auftritt zu heiligen Zeiten. Ein Ich-denk-an-dich-Zeichen, mit persönlicher Handschrift und meist ein bisschen ausführlicher als eine Chat-Nachricht. Obwohl diese digitalen Nachrichten die Karten mit Goldprägedruck im Kuvert wohl ablösen werden. Es ist eine Revolution, die sich nicht aufhalten lässt.
Wir können jedoch Liebhaberei betreiben und nach wie vor Weihnachtsgrüße schreiben und versenden. Heute oder morgen geschrieben, kommt die Post höchstwahrscheinlich noch rechtzeitig an. Höchstwahrscheinlich …

17
Geheimnisse
Diese Zeit hat schon Geheimnisvolles an sich!
Da warten im kühlsten Raum bunte Metalldosen, aus denen von Zeit zu Zeit Kekse hervorgeholt werden (die bekanntlich im Advent, also vor Weihnachten, am besten schmecken 😉); Papierrollen mit Sterndekor tauchen auf, die man das ganze Jahr über sonst nicht sieht; gefüllte Papiertaschen verschwinden in irgendwelchen geheimen Fächern, vielleicht mit Geschenken?; Schachteln werden herbeigeschleppt, was ist da drin? Die Figuren der Weihnachtskrippe, an die man seit fast einem Jahr nicht mehr gedacht hat, und die doch so vertraut sind …
Ich darf nicht verschweigen: Stress vertragen Geheimnisse nicht. Doch es lohnt sich, diese geheimnisvolle Stimmung für die Lieben zu zelebrieren, es kann ein köstliches, heimliches Vergnügen sein. Geheimnisse sind prickelnd, in jedem Alter!

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Besuch
Flink, vorsichtig, schreckhaft, meist täglich, jedoch nur kurz auf Besuch, das sind unsere Gartengäste.
Wir freuen uns! Sie bekommen angeboten, was sie am liebsten mögen, und wir beobachten – oft selbst bewegungslos – das Gewusel, das manchmal entsteht.
Ein kurzer Besuch ist es jedes Mal, wenn sie kommen, doch sie kommen regelmäßig. Unsere verschiedensten Gartenvögel.
Für mich sind sie ein schönes SYMBOL in diesen Tagen und Wochen vor Weihnachten: Ein kurzer Besuch ist mehr als gar keiner. Gerade in dieser Zeit ist sich Zeit zu nehmen von besonderer Bedeutung. Das wissen die „Besuchbeschenkten“ durchwegs zu schätzen. Auch wenn der Besuch nur kurz ausfällt.
Wie gesagt, ein kurzer Besuch ist mehr als gar keiner!

15
Gesucht: Gute Stimmung

Wir haben’s gerade gut, sobald die Sonne aufgeht, sieht man sie auch, die Strahlen wärmen Luft und Gemüt. Das hebt die Laune, verleiht Energie und Tatkraft und man mag sogar sehr früh aufstehen, um die schöne Rorate-Stimmung zu erleben.
Andernorts hockt der Nebel. Dicker tröpfchenschwerer Nebel. Es braucht dort schon viel Vorstellungskraft, um sich einen schönen Dezembertag vorzustellen, wenn der Mantelkragen hochgeschlagen, die Hände in den Manteltaschen vergraben die Nase trotzdem rinnt. Es nützt nichts. Da bleibt nur die Flucht nach vorn: sich auf Zuhause freuen, mit lieben Leuten die Nebelstimmung weglachen, fröhliche Musik hören und vielleicht sogar tanzen, man könnte noch ein Keksrezept ausprobieren, dann duftet es zumindest in der Wohnung stimmungsvoll … auf jeden Fall dem Nebelblues nicht die Oberhand lassen, es wäre zu schade um die vorweihnachtlichen Tage. Ob der folgende Stoßseufzer hilft?

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Freut euch! Gaudete!
Der dritte Adventsonntag steht ganz im Zeichen der Freude. Weihnachten rückt sichtlich näher, und egal wie die Temperaturlage draußen ist, in eine kuschelige Decke gewickelt, ist es immer fein und man hält das Warten noch gut aus. Das gilt für Große und für Kleine.
Auch für unseren 4-jährigen Enkel, mit Kuscheltier unter der Decke. Es ist allerdings nicht jede Decke recht: „Ich mag eine weiche Decke, sie soll nicht knusprig sein!“

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Lucia-Tag
Nicht umsonst liegt der Lucia-Tag in den dunkelsten Zeiten des Jahres.
Lucia, Lichtbringerin, – so wurde das junge Mädchen genannt, das mit einem Kerzenkranz am Kopf die dunklen Gänge der Katakomben ausleuchtete, wohin sie zu Menschen im Versteck heimlich Lebensmittel brachte. Nicht nur das Kerzenlicht war Licht für die Verborgenen, Lucia selbst war für die Verfolgten Licht und Hoffnung.
Diese Legende lebt heute wie damals: Es gibt viel zu viel Schlimmes, Böses, Schlechtes auf der Welt, symbolisch steht dafür die dunkle, verschlingende Nacht.
Je mehr wir damit konfrontiert sind, umso wichtiger sind das Gute, Helfende, Rettende, die Hoffnung, das Licht. In Menschen bekommt dieses Licht ein Gesicht im Mitgefühl. Das „menschelet“.
„Mitgefühl ist höher einzuschätzen als Mitleid, weil es auch Mitfreuen einschließt.“ (A. Lichtenauer)
Wenn du mich anlächelst, mir zulächelst, dann ist mein Tag schon viel heller.

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Adventweg
Von Familien, Kinder- und Jugendgruppen gestaltet präsentieren sich die stimmungsvollsten Adventwege. Von Jahr zu Jahr gibt es mehr davon und diese liebevoll gestalteten Themenplätze entlang einer Route sind in der Adventzeit nicht mehr wegzudenken.
An der recht neuen Art Advent erlebbar zu machen, beweist sich, dass schöne Dinge, Ereignisse, Angebote, welche für viele Menschen da sind, ein Miteinander fördern und ein gutes Gefühl bewirken und in kürzester Zeit zur Tradition werden können.
Wenn wir auch nur wenige Kilometer dabei zurücklegen, so liegt die Wurzel dieser Wege wohl in der Wanderung der hochschwangeren Maria mit ihrem Mann Josef von Nazareth bis Bethlehem. 150 km, das bedeutet in etwa 6 Tage Reisezeit durch zum Teil bergiges Gebiet, und nicht zum Vergnügen oder zur adventlichen Einstimmung.
Freuen wir uns, dass wir gehen dürfen, – begleitet von guten Gedanken und kreativen Ideen, welche die Adventzeit in vielen SYMBOLEN feiern.

11
Singen
Ich brauche keine Atemtherapie. Ich singe.
Ich singe am liebsten mit den Frauen im Chor. Manchmal singen auch Männer mit, das verleiht dem Gesamtklang noch die gewisse Tiefe. Ich wüsste keinen Abend, an dem ich mich danach nicht besser, leichter, mit mehr Energie und irgendwie erholt gefühlt hätte. Das Singen zu bestimmten Gelegenheiten gibt den Proben Sinn, ein Ziel und eine „Farbe“. Advent mit den vielen Liedern zu dieser Jahreszeit fühlt sich golden, rot und manchmal schneeweiß an. Alle Advent- und Weihnachtslieder, die wir schon im Repertoire hätten, können wir gar nicht singen, aber ich weiß, es gibt ein nächstes Jahr.
Auf das Adventsingen in diesem Jahr freue ich mich besonders. Gemeinsam schenken wir den Besuchern und uns selbst eine Stunde Seelenzeit. Wie schön!

10
Sternschnuppen
In diesen Nächten sind angeblich wahre Sternschnuppenschauer zu beobachten.
Das hat schon etwas Geheimnisvolles an sich, wenn aus den unendlichen Weiten und Tiefen des Weltalls plötzlich Lichtpunkte über den Nachthimmel sausen und im nächsten Moment schon verglüht sind. Man darf sich dann etwas wünschen, hieß es in meiner Kindheit.
Da bekommen diese Sternschnuppen eine „Aufgabe“, denn zur Orientierung dienen sie nicht. Sie sind das Zwinkern des Weltalls…
Was in unseren Gärten und an den Häusern alles flackert, leuchtet, blinkt und funkelt, „überstimmt“ das himmlische Geschehen. Das könnte auch im übertragenen Sinn zu verstehen sein: Im ganzen Weihnachtsrummel ist das Leise, Feine, Zarte, das Himmlische oft gar nicht mehr wahrzunehmen.
Ich möchte zumindest in einer der nächsten Nächte Sternschnuppen am Himmel entdecken!

9
Ohne Moos …
… koa Krippele! In Abwandlung des bekannten Spruches gilt dies unbedingt für begeisterte Krippenbauer. Nun haben wir schon die zweite Dezemberwoche, – wer es bisher versäumt hat Moos zu holen …?
Für manche Dinge im Leben gibt es nur eine Chance, – glücklich derjenige, der die Gelegenheit beim Schopfe packt und diese eine Chance zu nützen versteht. Das Zusammentreffen von „zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort das Richtige tun“ erscheint einem selbst im Nachhinein dann oft wie ein kleines Wunder.
Diese geniale Situation ist nicht immer nötig, manchmal bekommt man mehr als nur eine Chance. Das ist bequem, tröstlich, praktisch, – je nach dem.
Wer es also versäumt hat, zeitgerecht Moos für die Weihnachtskrippe zu holen, – in den nächsten Tagen ist Gelegenheit genug! Es wird warm und sonnig, es taut, und die Sonnenseite im Tal ist aper. Das schöne Grün in der Weihnachtskrippe ist also gesichert!

8
Anna Selbdritt
Heute wird der Festtag Mariä Empfängnis gefeiert, einer von einst über 80 Feiertagen, die Höhepunkte im Jahreskreis bedeuteten. Sie boten eine willkommene Pause für Freude, Feste und Zusammenkünfte im harten, kargen Alltag. Viele dieser Feiertage wurden im Laufe der Zeit außer Kraft gesetzt, Mariä Empfängnis gilt in Österreich und katholisch geprägten Ländern noch teilweise. Dem guten Leben heutzutage mit seinen Möglichkeiten, Geschenke für die Lieben einzukaufen, wird dieser Tag mehr und mehr untergeordnet.
Ich betrachte diesen Feiertag am 8. Dezember als Feiertag der Großmütter. Hätte es Anna nicht gegeben, die Maria erwartete, hätte es auch Maria nicht gegeben, die Jesus erwartete.
Im Bild der Anna Selbdritt spiegelt sich diese Generationenfolge. Sind wir doch alle Kinder einer Mutter einer Mutter einer Mutter…
Darum heute ein Feiertag für die Großmütter!

7
Eine harte Nuss knacken
Nüsse sind nicht nur Vogelfutter oder versteckte Schätze der Eichhörnchen. Nüsse sind Gehirnfutter. Und auch sonst gesund. Sie zu knacken ist empfehlenswert.
Ja, sogar SYMBOLISCH, – im übertragenen Sinn!
Der Spruch „eine harte Nuss knacken“ – ein schwieriges, fast aussichtsloses Problem anzugehen und damit zum Kern, zur Lösung zu gelangen – betrifft irgendwann wohl jeden. Jede Epoche hat ihre harten Nüsse. Jedes Land, jede Region. Jede Gemeinde und jede Familie. Jeder hat irgendwann eine harte Nuss vor sich, muss ordentlich dran arbeiten und kann sie hoffentlich auch knacken. Das macht glücklich, zufrieden und steigert das Selbstwertgefühl.
Manchmal ist es allerdings ratsam, eine harte Nuss für ein Weilchen zu vergraben, vielleicht wächst Gras drüber.
Sicher ist, dass Nüsse – jene auf dem Teller – Glückshormone freisetzen. Also frisch ans Werk!

6
Namenspatron
Einem Kind einen Namen zu geben, bedeutet, dieses Menschlein von Anfang an und meist weit in sein Leben hinein zu prägen. Ein Name will gut überlegt sein. Natürlich soll ein Name gefallen, gut klingen, darf vielleicht sogar selten oder originell sein, doch an die möglichen Befindlichkeiten des Namensträgers in 10, 20 Jahren sollte dabei nicht vergessen werden.
In unserem Kulturkreis war es Jahrhunderte lang üblich, auf Namen zurückzugreifen, die Heiligen zugeschrieben werden. Manche Namen wirken heute veraltet, jedoch zwei, drei Generationen später stehen sie oft wieder hoch im Kurs.
Wer kennt noch die Geschichte, die hinter dem eigenen Namen steckt? Welche Eigenschaften hatte der Namenspatron, die Namenspatronin? Kann mir diese historische Person heute noch etwas sagen?
Heute ist Nikolaustag. Der Name stammt aus vorchristlicher Zeit und ist im Ursprung griechisch: „Sieg des Volkes“. Daran denkt heute kaum noch jemand, doch allgemein bekannt ist die Geschichte des Bischofs Nikolaus von Myra als gütigem Wohltäter. Viele schöne, originelle, gelungene Abwandlungen für Buben und Mädchen erinnern an den ursprünglichen Namen, – er ist nicht aus der Mode!
Einen schönen Namenstag an alle Nikolaus, Klaus, Nicole, Nicola, Niko, Niklas …!

5
Personifiziert
Die Seelenlandschaft heißt nicht umsonst so: In der unermesslichen und unergründlichen Weite der Seele gibt es Licht und Schatten und sogar tiefe Abgründe, wo das Böse lauert. Schon immer machte man sich Gedanken über diese dunklen Mächte und versuchte ihnen ein Gesicht zu geben. Das Ergebnis sieht in etwa so aus wie die schaurigen Gestalten, die in diesen Tagen mit ihren teuflischen Fratzen die langen Nächte bevölkern.

Ein schauriges Bild in den dunkelsten Tagen des Jahres, denen nur mit Licht beizukommen ist. Wie gut, dass dafür in der Seele ebenfalls unendlich viel Platz ist!
Davon spricht Angelus Silesius (Lyriker, Arzt, Theologe 1624-1677):
„Halt an, wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir:
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.“

4
Ein Ziel vor Augen
Ein Ziel vor Augen haben, das ist gut. Der Weg dorthin kann ungewöhnlich sein, es kann dauern, möglicherweise kommt allerhand dazwischen… doch das Ziel vor Augen haben und vor allem nicht aus den Augen verlieren, belohnt letztendlich. Wenn man es erreicht. Und wenn nicht?
Dazu fällt mir immer wieder eine Liedzeile ein:
„Spann deine Schwingen, flieg, Ikarus!
Nicht das Gelingen, nur der Versuch zählt am Schluss!“
SYMBOLISCH dazu mein Barbarazweig: Heuer kein Apfelzweig, kein Kirschzweig, keine Forsythie.
Heuer eine Kornelkirsche. Ich weiß, wie sie in voller Blüte aussieht. Ob sie auch zu Weihnachten blühen wird?
Vielleicht😉

3
Verkehrter Adventkalender
Dieser Begriff ist noch recht neu, die Intention dahinter wohl nicht. Beim verkehrten Adventkalender geht es darum, etwas „ins Fensterchen, ins Türchen“ hineinzulegen statt etwas herauszunehmen (Schokolade, kleine Geschenke … ). Propagiert wird, etwas von seinem guten Leben an Bedürftige oder soziale Einrichtungen abzugeben.
Aber auch SYMBOLISCH ist der verkehrte Adventkalender eine schöne, beglückende Version eines Adventkalenders, um uns auf dem Weg zur Weihnachtskrippe zu begleiten: Zeit schenken, zuhören, bewusst freundlich sein, Hilfe anbieten, lächeln, Besucher sein oder einladen, geduldig sein, im Gespräch einen positiven Beitrag leisten, Lob aussprechen, Dankbarkeit zeigen, gute Laune verbreiten, Vorfreude zelebrieren…
Das erste Bild unseres Adventkalenders in den Rathausfenstern spricht genau davon: vom „verkehrten“ Adventkalender!

2
Sonne im Herzen

Es ist nicht immer einfach, Sonne im Herzen zu fühlen, vor allem, wenn sich der Nebel in diesen Wochen frühmorgens statt zu lichten noch verdichtet. Wenn dann außerdem das Wissen dazukommt, dass 10 km entfernt der Himmel blau ist und die Sonne sogar wärmt, dann benötigt es mitunter schon ein kleines Hilfsmittel, um bei guter Laune zu bleiben. Eine liebe Freundin sandte mir schon vor Jahren eine Karte, die diese Dienste leistete, – inzwischen habe ich die Botschaft verinnerlicht und ich kann innerlich Sonnenstrahlen anknipsen!
Das tut in trüben, kurzen Tagen mir und dann natürlich auch den Meinen gut ;)

1
„Auf dem Weg nach Weihnachten … Vielleicht triffst du die Menschen, die voller Sehnsucht sind“
„Maria durch ein‘ Dornwald ging … Da haben die Dornen Rosen getragen“
Diese zwei Lieder – ein ganz junges Lied und das zweite ca. 200 Jahre alt – sie besingen wie viele andere auch die Adventzeit in symbolischer Sprache.
Ich bin froh um Bilder und Symbolik, die diese dunkle Jahreszeit mit Hoffnung auskleiden und das Warten zum Erwarten wandeln.
Wie schön! Es ist wieder Advent!



