Neujahr 2022

… oder doch optimistisch sein?

Wie der erste Teil dieser Frage lautet? Ich sage dir, dieser Teil liegt im letzten Jahr. Heuer, jetzt zu Beginn des neuen Jahres, sollten wir wenigstens Hoffnung und Optimismus hochhalten, auch wenn die Sonne recht tief steht und die Amsel noch nicht befreiend singt.

Ja, es wird noch einmal Schnee kommen, wahrscheinlich sogar noch öfter, bis es Frühling wird. Es wird noch öfter eine „Welle“ geben, die wir uns nicht aussuchen, ob sie nun Delta oder Omikron heißt oder wie mögliche weitere bezeichnet werden.

Schon immer gab es irgendwelche „Wellen“ in der Geschichte der Menschheit. Doch diese sind nicht in unserem ureigenen Erlebnisgedächtnis abgespeichert, ein Menschenleben ist zu kurz. Darum reagieren wir wie die Antilopen auf der Flucht vor einem Rudel Löwen: konfus, wirr, sprunghaft, unorganisiert, unsolidarisch. Wir sind überzeugte Individualisten, aber sicherlich kein Bollwerk an Vernunft gegen die unsichtbare Macht von Viren.  

Was bleibt uns dann in dieser vertrackten Situation, die uns manchmal einfach nur surreal erscheint? Als Individualisten ein ganz persönlicher Optimismus, – ohne Realitätsverweigerung wohlgemerkt.
Bei allen Verlustgedanken – was jetzt alles nicht möglich ist, was wir vermissen – wir leben, und das nicht schlecht. Wir haben tausend kleine Freuden vor der Nase, tagtäglich. Und wir haben es als Individualisten in der Hand, dass uns persönlich eine Welle nichts oder wenig anhaben kann, um damit irgendwann doch ein Teil eines Bollwerks zu sein…

„Niemand ist weise geboren.“ So lautet ein Spruch der Kikuyu (Bantu-Stamm in Kenia).
Ein Optimist glaubt daran, dass wir lernfähig sind und Veränderungen ermöglichen.
Ein Optimist glaubt daran, dass wieder bessere Zeiten kommen.

Ich wünsche dir eine große Portion Optimismus in diesem Jahr!