Neujahr 2020

Weniger ist mehr

Ein neues Jahr, eine neue Dekade…
Ich kann mich noch gut erinnern, als ein neues Millennium anbrach, wieviel an Hoffnungen, Wünschen, Vorstellungen damit verknüpft wurden.

Rein persönlich geht es den meisten wohl so gut wie noch nie.
Dass dies auf Kosten der zukünftigen Generationen so ist, hört man immer öfter und lässt sich, wenn man ehrlich ist, nicht mehr verleugnen. Doch ein Lamentieren, Klagen oder gar Beschuldigen könnte ein Schuss nach hinten sein. Wer will schon zurückstecken, weil andere es von mir erwarten oder gar fordern? Tun jene es selbst?
Seinen ökologischen Fußabdruck festzustellen ist eine Möglichkeit, um für sich selbst Klarheit zu gewinnen: Lebe ich über die Verhältnisse? Verbrauche ich Ressourcen, die für die nächste Generation nicht mehr zur Verfügung stehen? Ist mein Luxus ein Abbild des Gedankens: Hinter mir die Sintflut?

Erst wenn ich selbst die Sache in die Hand nehme, – nämlich meine Sache, dann wird sich etwas bewegen. Augenscheinlich vielleicht nur im Kleinen, doch viele Tropfen bilden das Meer. Das heißt, mein ökologischer Fußabdruck sollte meinem Fuß entsprechen, mit dem ich für eine geschenkte Zeit auf dem geliehenen Boden Erde wandle. Denn vieles, das diesen Fußabdruck „aufbläht“, ist im Grunde unserer Gesundheit – sowohl körperlich wie auch psychisch – gar nicht zuträglich. Wenn wir das erkennen, kommen wir unweigerlich zu dem Punkt: Ich will / muss / werde etwas verändern. Davon bin ich überzeugt. Denn wir möchten ja alt werden, und zwar gesund alt werden.

Sich zu bescheiden bedeutet nicht automatisch auf Lebensqualität zu verzichten. In vielem bedeutet es genau das Gegenteil, doch die Quelle der Qualitätssteigerung liegt nicht im Haben, sondern im Sein. Weniger ist mehr.

Das wird wohl das Motto für die 2020er Jahre werden und ich bin überzeugt, es wird uns damit bestens gehen: Weniger ist mehr.