{"id":378,"date":"2015-03-06T21:32:51","date_gmt":"2015-03-06T19:32:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.suria.at\/?p=378"},"modified":"2015-03-06T21:34:32","modified_gmt":"2015-03-06T19:34:32","slug":"rosa-zorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.suria.at\/?p=378","title":{"rendered":"Rosa Zorn"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/rosa-zorn.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-379\" src=\"http:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/rosa-zorn-300x277.jpg\" alt=\"rosa zorn\" width=\"300\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/rosa-zorn-300x277.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/rosa-zorn-210x194.jpg 210w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/rosa-zorn.jpg 496w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0<strong>Zornestr\u00e4nen, viel zu wenig Zornestr\u00e4nen<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0Das kleine M\u00e4dchen \u2013 ganz in Rosa \u2013 steht auf der Terrasse des Gasthauses und br\u00fcllt. Zornestr\u00e4nen br\u00fcllt das Kind.<\/p>\n<p>\u201eDie Kleine will wohl etwas ganz anderes\u201c, schmunzeln wir. \u201eVielleicht ein Eis? Das hat sie hier im Sommer mit Sicherheit bekommen.\u201c<br \/>\nM\u00f6glich. So klingt das Geschrei jedenfalls. Jetzt gibt es kein Eis, zumindest hier nicht in diesem Landgasthaus am zugefrorenen See. Der junge Vater streckt die Arme aus, das kleine Pers\u00f6nchen, eben noch ein B\u00fcndel Wille und Zorn, l\u00e4sst sich hochheben und vergr\u00e4bt das Gesicht am Kragen der v\u00e4terlichen Winterjacke. Alles wird gut\u2026<\/p>\n<p>Diese kleine Situation, die ich mit meiner Lebensliebe am\u00fcsiert beobachtet habe, wirkt noch ein Weilchen nach \u2013<br \/>\nEs war eine positive Stimmung in dem gesamten Geschehen, aber es h\u00e4tte auch v\u00f6llig anders sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eWas willst du f\u00fcr Sorgen haben, du bist ja noch ein Kind\u2026\u201c<br \/>\nGott sei Dank h\u00f6rt man diesen Spruch heutzutage kaum mehr. Kinder werden ernst genommen mit ihren Sorgen und N\u00f6ten, zumindest formal. Ob dieses Einsehen der Realit\u00e4t entspricht?<\/p>\n<p>Ich glaube, \u201einnen\u201c sieht die Situation f\u00fcr viele Kinder leider oft ganz anders aus.<\/p>\n<p>Noch nie war es so einfach, eine Wunschfamilie zu planen.<br \/>\nZugleich muss man feststellen, dass es noch nie so schwierig war, den Wunsch in eine tragf\u00e4hige Zukunft von Dauer hin\u00fcber zu retten.<br \/>\nDie \u00dcberforderung junger Eltern, die Ungeduld, die Entt\u00e4uschung dar\u00fcber, dass alles ganz anders ist als angenommen, entladen sich \u00fcber den H\u00e4uptern der Kinder, die nicht wissen, was und wie ihnen geschieht.<\/p>\n<p>Junges Paar, jetzt mit Kind: Die v\u00f6llig ver\u00e4nderte Situation bricht in eine allzu heile Konsumwelt ein, die auf Knopfdruck funktioniert.<br \/>\nKinder krempeln alles um. Sie stellen alles in Frage ohne je zu fragen. Sie sind dann oft nur mehr M\u00fcnder, die ma\u00dflos fordern und \u00fcber das Leben der bisher so selbstverst\u00e4ndlich eigenentschiedenen jungen Erwachsenen bestimmen.<br \/>\nBeiden Seiten m\u00fcsste geholfen werden.<\/p>\n<p>Junge Eltern brauchen ein soziales Netz, in dem sie als junge Familie aufgefangen und entlastet werden.<br \/>\nJunge Eltern brauchen Raum und Zeit f\u00fcr sich selbst und ihre junge Liebe.<br \/>\nJunge V\u00e4ter sollen verst\u00e4ndnisvoll erkennen, dass ihre Frauen eine neue Welt betreten, denn sie haben mit der Geburt alles zur\u00fcckgelassen, was bisher g\u00fcltig war.<br \/>\nJunge Frauen m\u00fcssen keine Turbom\u00fctter sein, die ihre ganze Liebe \u00fcber den kleinen Erdenb\u00fcrger ergie\u00dfen. Babys schlafen auch mal, und junge M\u00fctter sollten nicht vergessen, dass sie auch junge Frauen sind mit einem Geliebten an ihrer Seite.<br \/>\nJunge Frauen brauchen Vertrauen in ihre M\u00e4nner, damit diese die Chance bekommen, genauso f\u00fcrsorglich reagieren und handeln zu k\u00f6nnen wie sie als junge M\u00fctter.<br \/>\nJunge V\u00e4ter brauchen R\u00fcckgrat, um sich zu \u201eniederen\u201c Diensten herabzulassen und diese dadurch aufzuwerten.<br \/>\nKinder brauchen Eltern, die zufrieden sind und sich mit der gegebenen Situation nicht nur abfinden, sondern sich am Leben mit Kindern als Gesamtes freuen.<br \/>\nKinder brauchen liebevolle Zuwendung und zugleich Eltern, die wissen und verstehen, dass ihre Lieblinge Grenzen ben\u00f6tigen, damit sie starke Pers\u00f6nlichkeiten werden.<br \/>\nKinder brauchen auch andere Kontaktpersonen, die sich mit ihnen in Liebe befassen.<br \/>\nKinder brauchen Gro\u00dfm\u00fctter und Gro\u00dfv\u00e4ter (echte oder leihweise), Geschwister und\/oder andere Kinder, damit sie von Anfang an erleben, dass ein soziales Netz tr\u00e4gt.\u00a0<\/p>\n<p>Kinder sind die Zukunft, sie sind der gr\u00f6\u00dfte Wert in einer Gesellschaft, deshalb muss ihnen diese alles angedeihen, was sie f\u00f6rdert, unterst\u00fctzt, st\u00e4rkt und gesund erh\u00e4lt.<br \/>\nDa Kinder Eltern brauchen, muss ihnen erm\u00f6glicht werden, dass sie die besten Voraussetzungen f\u00fcr ihre Kinder auch umsetzen k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Aber so ist es noch nicht.<br \/>\nWie kann es sein, dass eine Gesellschaft vergisst, worauf es eigentlich ankommt?<\/p>\n<p>Das sollte uns allen Zornestr\u00e4nen wert sein&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Zornestr\u00e4nen, viel zu wenig Zornestr\u00e4nen \u00a0Das kleine M\u00e4dchen \u2013 ganz in Rosa \u2013 steht auf der Terrasse des Gasthauses und br\u00fcllt. 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