{"id":1375,"date":"2021-11-30T23:47:04","date_gmt":"2021-11-30T21:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.suria.at\/?p=1375"},"modified":"2022-12-30T19:35:47","modified_gmt":"2022-12-30T17:35:47","slug":"advent-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.suria.at\/?p=1375","title":{"rendered":"ADVENT 2021"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:26px\"><strong>Wege oder Die Kunst der kleinen Schritte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-large-font-size\">24 Heiliger Abend<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Stern f\u00fchrt uns, ein himmlisches Zeichen: Es gibt mehr als unser Erdenleben!<\/p>\n\n\n\n<p>Doch genau darauf kommt es an: auf unser Erdenleben.<br>Wenn die ganze Welt manchmal auch kalt, finster und abweisend erscheint, wenn wir uns manchmal klein, gering, nackt und unwichtig f\u00fchlen, wir d\u00fcrfen daran denken: Genau so hat die Geschichte im Stall in Bethlehem begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist daraus geworden!<br>Jubel und Freude, Musik und Freudenlichter, himmlische Kl\u00e4nge &#8211; und der Beginn eines strahlenden Lebens, das heute noch Kreise zieht. Wir freuen uns, denn in irgendeiner Weise f\u00fchlt sich wohl jeder in dieser Geschichte daheim, wir geh\u00f6ren dazu, wir sind gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p>Darum w\u00fcnschen wir uns: Fr\u00f6hliche Weihnachten!<br>Lasst uns feiern und freuen wir uns!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche dir und deinen Lieben gesegnete und frohe Weihnachten! &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"400\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Krippe-2021kl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1461\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Krippe-2021kl.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Krippe-2021kl-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">23 Kleine Schritte<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"565\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/kunst-der-kleinen-schritte-kl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1456\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/kunst-der-kleinen-schritte-kl.jpg 400w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/kunst-der-kleinen-schritte-kl-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich habe einen Lieblingstext. Er begleitet mich schon Jahrzehnte meines Lebens. \u00c4u\u00dferlich ist er schon sehr abgen\u00fctzt, &#8211; das hei\u00dft, das Textblatt ist zerknittert und eingerissen, es war schon oft in einer Tasche, in einem Hosensack, im Rucksack und hat schon viele L\u00e4nder bereist. Ich kann den Text fast auswendig. Genau dieses Blatt h\u00e4ngt jetzt in einem Bilderrahmen neben meinem Lesesessel, zerknittert, wie es im Laufe der Jahre geworden ist. Der Inhalt hat in keinster Weise an Wert verloren, er ist immer noch g\u00fcltig f\u00fcr mich: \u201eDie Kunst der kleinen Schritte\u201c von Antoine de Saint- Exup\u00e8ry und er wird mich weiterhin begleiten, da bin ich mir sicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist eine Konstante in meinem Leben. Es gibt viele Konstanten: geliebte Menschen, Aufgaben, Orte, aber auch Rituale, Traditionen, Werte, die mir die Sicht auf Neues, Abenteuerliches, Interessantes nicht verstellen. Sie sind ein Ger\u00fcst meines Lebens. Ich habe immer noch die M\u00f6glichkeit, dieses Ger\u00fcst mit meinen Freiheiten zu kleiden: mit neuen Interpretationen, Gedanken, Erkenntnissen, Erfahrungen\u2026 &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachten ist auch so eine Konstante. Ich freue mich, wir freuen uns darauf, wir treffen uns und viele der kleinen Schritte, die ich in diesem Adventkalender angesprochen habe, werden in diesen Tagen sp\u00fcrbar: Anlehnen, Enthusiasmus, wie die Zeit vergeht (Wimpernschlag), Geduld, \u201eMerk\u201cw\u00fcrdiges, Abstand nehmen, Hoher Besuch, Sinn, Danken\u2026 viele kleine Schritte, die im Zusammenleben wichtiger sind als so mancher gro\u00dfe Sprung.<br>Meine Freiheit in Bezug auf Weihnachten wohnt vor allem innerlich: Ich finde immer wieder einen neuen Zugang, er ersch\u00f6pft sich nicht, das Fest ist immer wieder neu. Das mag auch eine Botschaft des Weihnachtsfestes sein: Uns ist mit diesem Geburtsereignis zugesagt, dass wir immer wieder neu beginnen d\u00fcrfen, wir sind nie fertig, die Menschwerdung begleitet uns, solange wir denken, atmen, leben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/klein-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1459\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/klein-700x467.jpg 700w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/klein-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/klein-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/klein-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/klein-800x533.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">22 Danken<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"469\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/stecher.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1450\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/stecher.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/stecher-300x235.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute ist der 100. Geburtstag von Reinhold Stecher, der viele Jahre als Bischof der Di\u00f6zese Innsbruck wirkte, aber auch viele Jahre als Religionsprofessor an der P\u00e4dagogischen Akademie junge Menschen in seinen Bann zog.<\/p>\n\n\n\n<p>Der H\u00f6rsaal war immer bis auf den letzten Platz belegt, wenn er in seiner anschaulichen, mitrei\u00dfenden, humorvollen Art und Weise seine Vorlesung hielt (Anmerkung: Danach lichteten sich die Reihen, egal welcher Professor folgte). Wir waren begeistert.<br>Er war nicht nur in der Akademie gerne BEI jungen Leuten, jedes Jahr verbrachte er MIT etlichen Studenten eine Sommerwoche in Fels und Eis. Das Foto stammt aus dem Jahr 1977 und ich hatte die Gelegenheit in der Seilschaft mit dem Bergf\u00fchrer Ossi, mit Reinhold Stecher und meinem Mitstudenten Ali unvergessliche Tage zu verbringen. Die anderen Seilschaften waren etwas gr\u00f6\u00dfer, aber Ali und ich, beide eher klein und zart gebaut, passten gut zu Reinhold Stecher, der ja auch nicht gerade der Gr\u00f6\u00dfte war. Doch wenn er erz\u00e4hlte, wenn er eine Anekdote zum Besten gab, und vor allem bei der Bergmesse, da war es, als w\u00fcrde er die ganze Welt umarmen. Und wir lebten mit. Es war nicht nur die Liebe zu den Bergen und zur Natur, die in diesen Tagen wuchs, es war, als w\u00fcrden wir \u00fcber uns hinauswachsen und sp\u00fcren, dass wir uns im Gegen\u00fcber zu etwas Gro\u00dfem befinden. Sch\u00f6pfung wurde zutiefst erlebbar.<br>Sein vielleicht bekanntestes Zitat lautet: \u201eViele Wege f\u00fchren zu Gott &#8211; einer geht \u00fcber die Berge.&#8220;<br>Das sp\u00fcrten wir bei begeisterten Gipfelsiegen, in fr\u00f6hlichen Stunden in der Unterkunft und ganz besonders in den stillen Stunden allein irgendwo in einer Felsnische nicht weit von der H\u00fctte unter dem unermesslichen Sternenhimmel.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tiefe von Gedanken konnte er wunderbar in Worte fassen und somit weiterschenken: \u201eAm Gipfel, wo die Welt zu Ende geht und wo \u00fcber uns nur mehr der weite Himmel steht und die Wolken ziehen, w\u00e4chst aus dem Blick in die Tiefe und Weite die Frage nach dem Sinn des Ganzen.\u201c<br>Ja, das begleitet ein Leben lang\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen k\u00f6nnen weit \u00fcber sich hinaus wirken. Reinhold Stecher war so ein Beschenker. Er selbst sagt: \u201eWer die Welt als Geschenk erf\u00e4hrt, f\u00fchlt sich zum Danke gedr\u00e4ngt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das m\u00f6chte ich viel \u00f6fter in den Vordergrund r\u00fccken. Danke!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/berge-kl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1451\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/berge-kl.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/berge-kl-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/berge-kl-482x300.jpg 482w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">21 Herzaugen<\/p>\n\n\n\n<p>Der biblische Thomas wird auch der ungl\u00e4ubige Thomas genannt. Er ist derjenige, der auf drastische Weise von etwas \u00fcberzeugt werden muss. Glauben allein gen\u00fcgt ihm nicht. Er verlangt, mit eigenen Augen zu sehen, mit seinen Ohren zu h\u00f6ren, mit den H\u00e4nden zu f\u00fchlen, &#8211; und er legt seine Finger in die offenen Wunden Jesu. Jetzt glaubt er, &#8211; besser gesagt, er ist jetzt auch \u00fcberzeugt und l\u00e4sst gelten, was er schon l\u00e4ngst von den anderen J\u00fcngern erfahren hat.<br><br>Den Finger in eine offene Wunde legen, &#8211; das bedeutet, jemandem von Neuem Schmerz zuf\u00fcgen. Obwohl es auch anders sein h\u00e4tte k\u00f6nnen, wenn man zugeh\u00f6rt, mitgef\u00fchlt und vertraut h\u00e4tte! Ein allzu menschlicher Zug\u2026<br>Nicht umsonst ist der k\u00fcrzeste Tag, die l\u00e4ngste Nacht diesem Mann gewidmet, verharrte er doch in der \u201eDunkelheit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Liebespaar kann \u00fcber so viel Engstirnigkeit nur den Kopf sch\u00fctteln. Liebespaare sp\u00fcren das ganz besonders deutlich: Der Mensch, der geliebte Mensch ist viel, viel mehr als der, den man mit den Sinnesorganen wahrnehmen kann! Das gilt nat\u00fcrlich f\u00fcr jeden Menschen.<br>Es sind manchmal nur kleine Schritte n\u00f6tig, die eine Ver\u00e4nderung bewirken. Nehmen wir es uns ein bisschen \u00f6fter zu Herzen und schauen wir mit den Herzaugen auf unsere Mitmenschen, wir verlieren nichts dabei, aber wir gewinnen viel!<\/p>\n\n\n\n<p>Antoine de Saint-Exup\u00e8ry bringt es auf den Punkt: \u201eMan sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist f\u00fcr die Augen unsichtbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Thomas.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1447\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Thomas.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Thomas-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Thomas-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">20 Prophezeiung<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Prophet im eigenen Land gilt nicht viel\u201c \u2013 du kennst diesen Spruch? So geht es gerade den Wissenschaftlern und Fachleuten viel zu h\u00e4ufig.<br>Sogar im ganz kleinen Rahmen in der Familie, im Dorf, im Kollegenkreis passiert das: Man kennt jemanden wom\u00f6glich von Kindesbeinen an und pl\u00f6tzlich sagt diese Person etwas sehr Kluges &#8211; weil sie es gelernt, studiert, erfahren hat -, und das Gesagte \u00fcbersteigt das eigene Wissen, ja, das traut man dann dieser Person nicht zu. Man sch\u00fcttelt missbilligend den Kopf, man winkt die Aussage als l\u00e4cherlichen Beitrag ab, hinter vorgehaltener Hand wird vielleicht sogar Klugschei\u00dfer gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn dann die klugen Aussagen nicht nur das belegte Wissen benennen, das ja greifbar f\u00fcr alle w\u00e4re, sondern sogar einen Blick in die Zukunft tun? Pah, dann m\u00fcsste die Person ja Hellseher sein! Oder Prophet. &#8211; Und beides ist abwertend gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p>Naja. Wenn wir uns nur nicht t\u00e4uschen.<br>Schon 800 Jahre vor Christi Geburt prophezeite Jesaja die Ankunft Jesu (Jes9,5), vor mehr als 2000 Jahren erkannten der alte Simeon und die Prophetin Hanna schon in dem kleinen Kind Jesu, was dereinst aus ihm werden w\u00fcrde (Lk2,28-38) und Johannes der T\u00e4ufer k\u00fcndigte einen Menschen an, der nicht nur mit Wasser tauft, sondern mit Geist und Feuer (Lk3,16 und Mt3,11). Sch\u00f6ne biblische Geschichten der Hoffnung. Wenn man auf sie h\u00f6rt, kann man sich darauf einstellen und sein Leben danach ausrichten. Das w\u00e4re der Sinn einer Prophezeiung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir leben in der Vorweihnachtszeit nach diesen Regeln. Wir glauben, dass mit dem Andenken an die Geburt Jesu immer eine neue Zeit anbricht. Eine bessere, friedlichere, menschlichere.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnte es nicht sein, dass man heute Menschen mit ihren \u201eProphezeiungen\u201c (Wissenschaftlern, Fachleuten) vertrauen kann, obwohl sie keine G\u00f6tter sind?<br>Jesus ist erst einmal auch als kleines Menschlein zur Welt gekommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Knospe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1445\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Knospe.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Knospe-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Knospe-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">19 Hoher Besuch<\/p>\n\n\n\n<p>Erwartet man hohen Besuch, dann wird mit gro\u00dfem Einsatz und Aufwand vorbereitet:<br>Was soll es zum Festmahl geben?<br>Was muss eingekauft werden?<br>Ist alles sauber und ordentlich in der Wohnung?<br>Wer entsorgt noch den M\u00fcll?<br>Haben wir noch Kerzen f\u00fcr den Tischschmuck?<br>Was ziehen wir an?<br>Und, und, und\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Klingt ganz nach Weihnachtsvorbereitung!<br>Dabei wird ein Kindlein geboren und es liegt in einem Stall.<br>Jetzt stellt sich die Frage, ob wir es schaffen, den Stall in unsere Wohnungen zu bringen. Zumindest ein feines, kleines, herzliches Leuchten dieses Stalles.<br>Das passiert aber innen. Wie gesagt, im Herzen.<br>Wie gut, davon zu h\u00f6ren! Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit\u2026<br>Wir k\u00f6nnen unsere Vorbereitungen n\u00e4mlich unter diesem Blickwinkel beleuchten:<br>Macht es Freude?<br>Geht es uns allen gut dabei?<br>Helfen wir zusammen?<br>W\u00e4chst die Vorfreude?<br>Sp\u00fcren wir schon den Weihnachtsfrieden?<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne von Herzen eine friedliche 4. Adventwoche allen, die sich schon auf Weihnachten freuen!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Hoher-Besuch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1442\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Hoher-Besuch.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Hoher-Besuch-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Hoher-Besuch-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">18 Aufeinander schauen<\/p>\n\n\n\n<p>Aufeinander schauen, indem man Abstand nimmt. Mit ein paar Schritten und vielleicht einer T\u00fcr\u2026<br>Es klingt paradox, doch genau das fehlt manchmal, damit es allen gut geht, die unter einem Dach leben.<br>Wir sind wohl gemeinschaftsbed\u00fcrftig, andererseits sind wir Einzelwesen mit je eigenen Interessen und Gewohnheiten. Je mehr wir zusammenpicken, umso eher nehmen wir uns die Luft zum Atmen \u2013 bildlich gesprochen. Diese Enge schn\u00fcrt die Seele ein.<br>Das kann \u201egef\u00e4hrlich\u201c f\u00fcr Paare und Familien in Zeiten wie diesen sein, wo wir wesentlich mehr Zeit miteinander verbringen (m\u00fcssen) wie gewohnt.<br>Das kann \u201egef\u00e4hrlich\u201c zu \u201eheiligen Zeiten\u201c sein, wo pl\u00f6tzlich alle da sind und erwarten, dass das Zusammensein Friede, Freude, Eierkuchen bedeutet.<br>Das kann \u201egef\u00e4hrlich\u201c in Zeiten des Urlaubs sein, wo jeder vom anderen erwartet, dass er in bester Stimmung f\u00fcr die gute Stimmung aller sorgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da w\u00e4re ein Abstecher hinaus oft recht ratsam. Allein. Waldbaden. Fotografieren gehen. Eine Runde laufen. Drau\u00dfen mit jemandem telefonieren. Diese \u201ePause\u201c sollte jeder \/ jedem erm\u00f6glicht werden, wenn man Abstand braucht.<br>Man darf auch gerne einmal in einem Raum l\u00e4nger alleine sein. Lesen. Fernsehen. Bilder sortieren. Ungest\u00f6rt kochen oder backen. Geschenke verpacken. Diese \u201ePause\u201c sollte jeder \/ jedem erm\u00f6glicht werden, wenn man alleine sein m\u00f6chte.<br>Schauen wir aufeinander. Einmal anlehnen, dann wieder Abstand nehmen, aufeinander h\u00f6ren und aufeinander schauen. Damit die Zuneigung gedeiht und nicht erstickt. Damit die Freude erhalten bleibt und nicht erdr\u00fcckt wird. Damit Weihnachten wirklich ein Fest der Liebe und der Familie wird. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie lauten die ber\u00fchmten Worte von Khalil Gibran?<br>\u201eLiebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel: Lasst Raum zwischen euch. Und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen. Singt und tanzt zusammen und seid fr\u00f6hlich, aber lasst jeden von euch allein sein. So wie die Saiten einer Laute allein sind und doch von derselben Musik erzittern. Und steht zusammen, doch nicht zu nah: Denn die S\u00e4ulen des Tempels stehen f\u00fcr sich, und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"548\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/windegg-kl-web-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1438\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/windegg-kl-web-2.jpg 548w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/windegg-kl-web-2-274x300.jpg 274w\" sizes=\"auto, (max-width: 548px) 100vw, 548px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">17 Gleichwertig<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Zeitungen. Zwei Bilder von Frauen, welche beide k\u00fcrzlich einen verantwortungsvollen neuen Job \u00fcbernommen haben: Erstes Bild mit Bildunterschrift \u201eJung, attraktiv, gebildet\u201c.<br>Zweites Bild mit Bildunterschrift: \u201eGeradlinig, strukturiert, uneitel.\u201c&nbsp;<br>Ich gebe zu, mir ist beim erstmaligen Lesen noch gar nichts aufgefallen. Meine Lebensliebe machte mich emp\u00f6rt aufmerksam: Jung, attraktiv, gebildet \u2013 w\u00fcrden diese Kriterien je unter dem Bild eines Mannes stehen? Ich \u00fcberlege. Jung ist kein entscheidendes Kriterium f\u00fcr einen verantwortungsvollen Job. Attraktiv? Das w\u00fcrde man l\u00e4cherlich finden, um die Kompetenz eines Verantwortungstr\u00e4gers zu beschreiben. Gebildet? Aber bitte, das ist f\u00fcr diesen Job ja selbstverst\u00e4ndlich. &#8211; O Gott, so sexistisch, und mir ist es nicht einmal aufgefallen. Mag sein, dass es auch gar nicht Absicht des Schreibers war, Gedankenlosigkeit war es allemal.<br>Unter den Kompetenzen des zweiten Bildes kann man sich sehr wohl etwas vorstellen und sie w\u00fcrden auch zu einem Mann passen: Geradlinig? Man wei\u00df wie man dran ist. Strukturiert? Man kann Entscheidungen nachvollziehen. Uneitel? Es wird der Sache wegen gearbeitet und nicht um sich zu profilieren. &#8211; So soll es sein. Es braucht noch viele, viele kleine Schritte auf dem Weg zu einer fairen Verteilung von Arbeit, einer gerechten Bezahlung und der Selbstverst\u00e4ndlichkeit von Gleichwertigkeit. Und in vielen L\u00e4ndern braucht es noch viele, viele gro\u00dfe Schritte\u2026<br>Der Reiseschriftsteller Sylvain Tesson, im Laufe der Jahre viel zu oft \u201e<em>mit der Allmacht des Testosterons<\/em>\u201c konfrontiert, berichtet von einem <em>Gespr\u00e4ch mit einem Mann in Belutschistan, der ihn fragte: \u201eHast du Br\u00fcder?\u201c \u201eNein, aber ich habe zwei Schwestern.\u201c \u201eAch, du bist Einzelkind?\u201c Daraufhin griff Tesson zum Mittel der paradoxen Intervention und erz\u00e4hlte dem zunehmend fassungslos lauschenden Mann, er sei von seiner Gesch\u00e4fte machenden Mutter und seinem das Haus h\u00fctenden Vater, die ihn nicht wollten, weil sie sich ein weiteres M\u00e4dchen gew\u00fcnscht hatten, von zu Hause vertrieben worden. Ist das nicht genial? Seither sehe ich immer und immer wieder einen gr\u00fcbelnden Mann in Belutschistan vor mir, dessen Weltbild Sylvain Tesson ein klein wenig ins Wanken gebracht hat. Im Dienste der Frauen der Welt. Wie sch\u00f6n.<\/em> (in \u201eWelt der Frauen\u201c 12\/2021)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uzupis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1436\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uzupis.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uzupis-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uzupis-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">16 Sinn<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr gro\u00df und sehr blau sind seine Augen. Umrandet von dichten schwarzen Wimpern, fast wie bei einem B\u00fchnenschauspieler. Von Statur ist er eher klein. Haare hat er keine und Fl\u00fcgel auch nicht. Dabei w\u00fcrde er Fl\u00fcgel verdienen.<br>Der 50-j\u00e4hrige Nachbar meiner 84-j\u00e4hrigen Mutter bietet nicht nur seine Hilfe an, wenn es um schwere Gartenarbeit oder den M\u00fclltransport zum Wertstoffhof geht, er fragt einfach immer wieder nach, ob es ihr gut geht, bringt ihr Blumen ohne Grund und nennt sie Finele. Sie ist ja noch viel, viel kleiner als er. Ich finde, er darf das, &#8211; sie wundert sich nur \u00fcber alles. Sie erz\u00e4hlt mir immer wieder am Telefon davon. Seine Besorgtheit und die Aufmerksamkeiten fand sie lange sehr eigenartig: \u201eWarum macht er das?\u201c \u2013 Weil er es will. \u201eAber ich kann mich ja gar nicht revanchieren.\u201c \u2013 Das erwartet er auch nicht. \u201eIch kann ihn auch nicht bezahlen oder so.\u201c \u2013 Das w\u00fcrde er auch niemals annehmen. \u201eAber warum?&#8230;\u201c \u2013 Weil du alt bist und er ein Alltagsengel ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es best\u00e4tigt mich in meinem positiven, jedoch manchmal wackelnden Menschenbild, wenn ich von Alltagsengeln h\u00f6re. Ich bin \u00fcberzeugt, es gibt viel mehr davon als man vermutet, man wei\u00df nicht davon, denn Alltagsengel wirken im Stillen. Die Pharis\u00e4er h\u00f6rt man, die laut herumschreien und nach ihrem Recht verlangen und dabei die Menschlichkeit mit F\u00fc\u00dfen treten.<\/p>\n\n\n\n<p>Viktor Frankl w\u00fcrde die Beschreibung \u201eAlltagsengel\u201c bestimmt gefallen. Sein vielleicht ber\u00fchmtestes Zitat lautet: \u201eIm Dienst an einer Sache oder in der Liebe zu einer Person erf\u00fcllt der Mensch sich selbst.\u201c Nur das macht Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich werde heute noch ein paar Schritte durch den Schnee stapfen, an den hohen Fichten, dem \u201eWald\u201c an der Grundgrenze vorbei, und meine alte Nachbarin besuchen, ich wei\u00df, sie wird sich freuen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"466\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fichten-pauli-web.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1433\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fichten-pauli-web.png 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/fichten-pauli-web-300x233.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">15 Gn\u00e4dig wei\u00df<\/p>\n\n\n\n<p>Vorweihnachtliches Tauwetter. \u201eNoch ist die Stadt gn\u00e4dig wei\u00df,\u201c schreibt meine Freundin und beim Lesen stutze ich. Gn\u00e4dig wei\u00df? Diesen Ausdruck habe ich schon lange nicht mehr geh\u00f6rt. Vor meinem geistigen Auge sehe ich: Da hat jemand Erbarmen mit der Stadt, die ohne Schnee in diesen kalten, dunklen Wochen recht schmutzig, trostlos, grau-in-grau wirkt, alles andere als weihnachtlich. Doch zum Gl\u00fcck ist sie &#8211; wie gesagt &#8211; gn\u00e4dig wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer verwendet dieses Wort heute noch? Verstehen wir es \u00fcberhaupt?<br>F\u00fcr praktizierende Christen kommt es ganz automatisch daher im \u201eGegr\u00fc\u00dft seist du, Maria, voll der Gnade\u2026\u201c: Maria bekommt vom Erzengel Gabriel das gro\u00dfartige Angebot, die Mutter des Heilands zu werden. Sie hat es nicht geplant, es ist ihr zugefallen und sie hat diese Gnade dem\u00fctig angenommen (wieder so ein Wort!). Das w\u00e4re n\u00e4mlich der urspr\u00fcngliche Sinn von Gnade: ohne Plan und Absicht, ohne es sich zu verdienen, einfach bekommen. In der Anrede \u201eGn\u00e4diger Herr, Gn\u00e4dige Dame\u201c wurde das ausgedr\u00fcckt: Eine Person mit viel Einfluss und Geld hatte die M\u00f6glichkeit, gro\u00dfherzig den Untergebenen gegen\u00fcber zu handeln, also gn\u00e4dig zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Talent kann eine Gnade sein, darum hei\u00dft es auch heute noch: ein begnadeter K\u00fcnstler. Wahre K\u00fcnstler prahlen nicht. Sie wissen, dass sie trotz harter Arbeit, gro\u00dfem Einsatz und vieler kleiner Schritte im Grunde ihr K\u00f6nnen nicht selbst \u201egemacht\u201c haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gnade klingt inzwischen altmodisch. Heute spricht man von \u201eshare\u201c &#8211; etwas mit anderen teilen. Die Gesellschaft und die Sprache haben sich eben ver\u00e4ndert, das war schon immer so. Wenn wir gar nicht \u201emitgehen\u201c, dann k\u00f6nnte es hie und da \u201ecringe\u201c f\u00fcr die Jungen sein (peinlich ber\u00fchrt). Also interessieren wir uns daf\u00fcr und seien wir ein bisschen gn\u00e4dig mit unseren Jungen und all ihren neuen W\u00f6rtern, auch wenn wir sie nicht verstehen, sie m\u00fcssen es ja nicht wissen, \u201esheeesh!\u201c (Jawohl!)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"335\" height=\"425\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/schneezwerg-klkl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1431\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/schneezwerg-klkl.jpg 335w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/schneezwerg-klkl-236x300.jpg 236w\" sizes=\"auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">14 Geduld hat man nicht<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt wird eingekauft. Viele n\u00fctzen die neugewonnene \u201eFreiheit\u201c, um endlich zu shoppen. Schlie\u00dflich m\u00f6chte man seinen Lieben eine kommerzielle Weihnachtsfreude bereiten, &#8211; ein Zeichen unserer Zuwendung, Sympathie, Verbundenheit und Liebe soll es sein. Dies ist die eigentliche Intention von Geschenken und im Grunde nichts Schlechtes. Schon die Hirten haben Geschenke gebracht. Und erst recht die drei K\u00f6nige, man wei\u00df das ja. Man bem\u00fcht sich redlich, das Richtige zu finden. Auch wenn man in Zeiten wie diesen gen\u00fcgend Zeit hatte f\u00fcr \u00dcberlegungen, einfach ist es trotzdem nicht, jemandem, der \u201ealles\u201c hat, ein Packerl unter den Christbaum zu legen. Da braucht es Geduld mit sich selbst, bis die Eingebung kommt und man pl\u00f6tzlich wei\u00df, was dem zu Beschenkenden eine gro\u00dfe Freude sein k\u00f6nnte. Und dann braucht es Geduld beim Besorgen, vor allem in der Warteschlange an der Kassa.<\/p>\n\n\n\n<p>Angeblich ist Geduld nicht angeboren. Geduld hat man nicht, man kann sich nur in Geduld \u00fcben. Das ist nicht einfach in der Epoche des \u201eAlles und sofort\u201c! <br>Geduld ist auch nicht gleich Warten, denn im Warten lauert die Ungeduld.<br>Sie k\u00f6nnte uns gut stehen, diese Geduld. Keine senkrechte Falte zwischen den Augenbrauen, kein Schwei\u00dfausbruch in der Warteschlange, kein immer n\u00e4her Aufr\u00fccken mit dem Einkaufswagen, kein entnervtes Seufzen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Geduld wei\u00df, dass alles seine Zeit braucht und kann dies auch gelassen aushalten: \u201eAlles hat seine Zeit\u2026\u201c (Buch Kohelet, Kap.3)<\/p>\n\n\n\n<p>Nelson Henderson d\u00fcrfte ein sehr ge\u00fcbter Geduldiger gewesen sein: \u201eDer wahre Sinn des Lebens besteht darin, B\u00e4ume zu pflanzen, unter deren Schatten man wahrscheinlich nie sitzen wird.\u201c <br>Die Latte liegt hoch\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"399\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/pfingsten-sandra-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1426\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/pfingsten-sandra-3.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/pfingsten-sandra-3-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption>Danke, Sandra, f\u00fcr das au\u00dfergew\u00f6hnliche Bild!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">13 Merkw\u00fcrdiges<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe etliche Notizb\u00fccher, m\u00f6glichst in jeder Tasche, man wei\u00df ja nie, wann einem etwas \u201eMerkw\u00fcrdiges\u201c &#8211; im w\u00f6rtlichen Sinn &#8211; begegnet. Nicht ein Gl\u00fccksklee, nein, sogar zwei, fein s\u00e4uberlich gepresst sind mir aus einem meiner Notizb\u00fccher entgegengeschwebt. Das gibt mir zu denken. Gleich zwei!<br>Ich wei\u00df sehr wohl, welch au\u00dferordentliches Gl\u00fcck ganz allgemein ich habe, und ich freue mich auch t\u00e4glich daran. Das steht f\u00fcr ein Kleeblatt.<br>Und f\u00fcr das zweite? Ich denke, ich hatte das Gl\u00fcck, aus dem Gl\u00fcck etwas zu machen. Genau so viel, dass ich rundum zufrieden bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe aber auch sehr interessante Aufzeichnungen (\u00fcber eine Irland-Reise) in diesem B\u00fcchlein gefunden: Der Duke of Wellington, \u00fcberzeugter Fan von hohen Stiefeln, die seither in England \u201eWellingtons\u201c bezeichnet werden (gilt heute vor allem f\u00fcr Gummistiefel, deren Material erst sp\u00e4ter erfunden wurde), hinterlie\u00df einige sehr \u201emerkw\u00fcrdige\u201c Zitate:<br>\u201eVerschiebe nicht auf morgen, was du auch heute tun kannst, denn wenn es dir heute Spa\u00df macht, kannst du es morgen wiederholen.\u201c Das entspricht meinem ersten Gl\u00fccksklee, denn diese M\u00f6glichkeit habe ich!<br>\u201eWenn man in einem Pferdestall geboren ist, hei\u00dft das noch lange nicht, dass man ein Pferd ist.\u201c Das steht f\u00fcr mein zweites Gl\u00fccksklee, h\u00e4tte ich doch vor Jahren niemals gedacht, was mir in meinem Leben alles gelingen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, ein drittes Gl\u00fcckskleeblatt sollte ich mir malen. Denn es begl\u00fcckt mich immer wieder, wenn ich auf \u201ealte\u201c Notizen von \u201eMerkw\u00fcrdigem\u201c sto\u00dfe und diese dann in einem v\u00f6llig neuen Licht besehen kann. Wer wei\u00df, was noch alles kommt \u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/merkw\u00fcrdig.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1424\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/merkw\u00fcrdig.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/merkw\u00fcrdig-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/merkw\u00fcrdig-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-pale-pink-color has-text-color has-large-font-size\">12 Gaudete! Freuet euch!<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Aufforderung komme ich heute gerne nach!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den \u201ewunderlichten\u201c Kl\u00e4ngen der Vilser K\u00fcnstlerin Heidi Abfalter und den Bildern, die sie bei ihren Schritten in der Vilser Umgebung und auf ihren geliebten Bergen aufgenommen und ihrer Musik unterlegt hat, f\u00e4llt dies nicht schwer.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche dir einen frohen 3. Adventsonntag mit viel Freude!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Wunderlicht... Heidi Abfalter, Tiroler Volksharfe\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/6cvQrp1aqTY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">11 Anlehnen<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere n\u00e4chsten Verwandten k\u00fcmmern sich einm\u00fctig und intensiv um ihr soziales Gef\u00fcge. Eine wichtige Strategie ist die Gepflogenheit des Lausens: Du brauchst Trost, ich lause dir deinen Kopf. Ich bin anlehnungsbed\u00fcrftig, du laust mir meinen R\u00fccken. Du f\u00fchlst dich nicht wohl, ich lause dir Hals und Ohren. Die N\u00e4he beruhigt, bes\u00e4nftigt und macht gl\u00fccklich. Ein st\u00e4ndiges Geben und Nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie halten wir es? Wenn es nur so einfach w\u00e4re!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind ebenfalls soziale Wesen, wir m\u00fcssen und k\u00f6nnen gar nicht alles alleine schaffen. Doch das Einzelk\u00e4mpfertum und das Konkurrenzdenken stehen bei allen sich abzeichnenden Trends immer noch viel zu sehr im Vordergrund. Unterschiedliche Meinungen und Ideologien tun ihr \u00dcbriges. Darum \u201elausen\u201c wir uns viel zu wenig bei der Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>N\u00fctzen wir zumindest das Wochenende, die freie Zeit zum Anlehnen!<br>Was es braucht? Ein paar Schritte auf jemanden zugehen, den wir gern haben, &#8211; und klare Worte! (Wie soll dein Gegen\u00fcber wissen, dass du gerade lausige Zeiten durchmachst?)<br>In etwa so: H\u00f6r mir bitte zu. Bleib noch ein bisschen. W\u00e4rmst du mir die F\u00fc\u00dfe? Liest du mir vor? Kochen wir miteinander? Nimm mich bitte in den Arm. Erz\u00e4hl mir etwas Sch\u00f6nes. Wollen wir miteinander Karten (\u2026) spielen? Lass mich bitte bei dir anlehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es kommt der Tag, das Wochenende, wo du dann hellh\u00f6rig deine Schulter anbieten kannst \u2026 <br>Es ist einfach heilsam, sich an einen Menschen anlehnen zu d\u00fcrfen. <br>Mehr braucht es nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"552\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/anlehnen2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1419\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/anlehnen2.png 450w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/anlehnen2-245x300.png 245w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">10 Ein sch\u00f6nes Wort<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Wetterfachmann im ORF-Tirol-Studio fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Er spaziert irgendwo in der Tiroler Landschaft ein paar Schritte mit dem Mikrofon und erkl\u00e4rt die meteorologische Lage. Ich muss gestehen, das Wetter ist mir meistens wurst, ich h\u00f6re Erhard Berger zu und bin gespannt auf die Superlative, die da kommen werden. Ich ahne oft schon, was kommt, und dann \u2026 &#8211; dann kommt es! Es ist extrem und au\u00dfergew\u00f6hnlich und unglaublich, und dann bestimmt mindestens einmal noch au\u00dfergew\u00f6hnlich und unglaublich &#8211; unser Wetterfachmann ist ohne Zweifel voller Enthusiasmus f\u00fcr sein Metier.<\/p>\n\n\n\n<p>Enthusiasmus ist ein Wort, das man leider nicht mehr oft h\u00f6rt. Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Eigenschaften, die dieses Wort beschreibt, im Zeitalter von Multi-Tasking, Digitalisierung, \u00dcberangebot und Konsum nicht mehr so intensiv gepflegt werden k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Menschen jedoch aufgehen in ihrem Tun und f\u00f6rmlich strahlen, wenn sie von ihrer Arbeit, ihrem Hobby, ihrem Interesse berichten, dann muss wohl Enthusiasmus dahinterstecken: gro\u00dfe Begeisterung, gl\u00fchender Eifer, intensives Interesse, unb\u00e4ndige Freude und au\u00dfergew\u00f6hnliches Engagement. Solche Menschen sind in ihrem Auftreten wahr, glaubw\u00fcrdig, ehrlich, empathisch und &#8211; ohne dass sie daran denken &#8211; sind sie Gebende. In ihrer N\u00e4he wird einem warm ums Herz.<\/p>\n\n\n\n<p>Da hat Christian Morgenstern schon recht: \u201eEnthusiasmus ist das sch\u00f6nste Wort der Erde \u2013 damit l\u00e4sst sich alles, aber auch wirklich alles in Gold verwandeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es braucht nicht viele Schritte, um an einer Sache wirklich dran zu bleiben, &#8211; mit Freude!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Turm-Breitachklamm-pause.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1416\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Turm-Breitachklamm-pause.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Turm-Breitachklamm-pause-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">9 Leben aus der Dose<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, jeder kennt das Ph\u00e4nomen, wie sich etwas \u201elive\u201c auswirkt im Vergleich zu \u201eaus der Dose\u201c, &#8211; schlimm genug, dass wir uns daran schon beinahe gew\u00f6hnt h\u00e4tten: Geisterspiele statt voller Stadien, sportliche Wettk\u00e4mpfe ohne Fans, Essen aus dem Pappkarton im Gassenverkauf, Konzert und Theater \u00fcber den Streaming-Dienst\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Kleinen ist es so. Telefonieren ist nicht gleich Treffen. Musizieren zuhause hei\u00dft \u00fcben und nicht proben wie gemeinsam in der Musikkapelle. Zuhause singen ist nicht gleich Singen im Chor. Daheim schmeckt es, aber ein Restaurantbesuch verw\u00f6hnt Leib und Seele in einer anderen Art. Musik im Konzertsaal oder Kirchenraum erhebt in eine besondere Sph\u00e4re, zuhause vor dem Radioger\u00e4t kann ich nebenbei Zwiebel schneiden.<br>Wir sehnen uns nach kleinen Schritten \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Alles, was wir uns w\u00fcnschen, ist ein bisschen Kultur. Kultur ist menschlich.<br>Kultur bedeutet, das gemeinsame Leben und Wirken erschaffen, gestalten, mit Bedeutung versehen. Kultur verbindet. Kultur bildet.<br>Eingebettet in jede Kultur faszinieren uns K\u00fcnstler: Ballk\u00fcnstler, Kochk\u00fcnstler, Kunsthandwerker, Wortk\u00fcnstler, K\u00fcnstler jeder Art von Muse, &#8211; ja, Kunst ist es wohl, wenn ein Glanz \u00fcber dem Alltag strahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel zu viel ist schon viel zu lange klein zusammengefaltet im Schrank der Nation und wartet.<br>Erste Anzeichen heute, Ank\u00fcndigungen &#8211;<br>Es gibt sie wieder, Kultur und Kunst! Wir werden uns wieder entfalten!<br>Kleine, solidarische Schritte \u2026 Hoffentlich gehen viele mit \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Traxl, TV-Kultur-Moderator, schloss seine Rezension des \u201eDon Giovanni\u201c an der Wiener Staatsoper (noch ohne Publikum) mit den Worten: \u201eDie Kunst ist die sch\u00f6nste Form der Hoffnung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"378\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/F\u00fcssen-Stelzer-kl-web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1412\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/F\u00fcssen-Stelzer-kl-web.jpg 378w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/F\u00fcssen-Stelzer-kl-web-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 378px) 100vw, 378px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">8 Mari\u00e4 Empf\u00e4ngnis<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Feiertag, den viele gar nicht \u201ebrauchen\u201c, und wenn schon, dann sollten wenigstens die Kaufh\u00e4user offen haben\u2026 Dieser Diskussion entgehen wir heuer. Aber sie wird bestimmt in einem anderen Jahr wieder aufgenommen. Wenn die Leute w\u00fcssten, was wir feiern, dann d\u00e4chten sie vielleicht ein bisschen anders.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 8. Dezember ist ein Feiertag f\u00fcr die Liebe, f\u00fcr Liebesbeziehungen und Partnerschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Joachim und Anna haben sich im Kummer \u00fcber ihre Kinderlosigkeit \u00fcber die Jahre entfremdet. Sie sitzt daheim, er geht in die W\u00fcste, und das lange. Was sollte sich schon \u00e4ndern, wenn sich nichts \u00e4ndert\u2026 Bis ein Engel den beiden einen Schubs gibt und ein \u201eBlind Date\u201c f\u00fcr sie vereinbart: unter der Goldenen Pforte! Dort gehen ihnen die Augen auf und sie fallen sich in die Arme. Sie erkennen jetzt, dass sie in ihrer Liebe vom Weg abgekommen sind. Jetzt kann sich auch etwas ver\u00e4ndern. Die Beziehung wird wieder lebendig, die Liebe bl\u00fcht auf, sie wissen, was sie fast aneinander verloren h\u00e4tten. Dieser Neubeginn der Liebe ist auch der Neubeginn eines Lebens, &#8211; Maria. Mari\u00e4 Empf\u00e4ngnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das nicht eine sch\u00f6ne Liebesgeschichte? Sie erz\u00e4hlt vom Auf und Ab in jeder Beziehung und davon, dass es manchmal einen Engel braucht oder zumindest eine Goldene Pforte.<br>Und so einen Feiertag f\u00fcr die Liebe wollen wir in einem Shopping-Center verbringen?<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u201eAtlas of Happiness\u201c habe ich entdeckt, was Gl\u00fcck bedeuten kann: \u201eHu\u0101nying\u201c (Mandarin, eine chinesische Sprache), und damit ist gemeint, \u201ejemanden so freudig empfangen, als k\u00e4me mit ihm warmes Licht herein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bogen-web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1405\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bogen-web.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bogen-web-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bogen-web-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">7 Das Leben ist ein Wimpernschlag<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schrecklich kurz. Au\u00dferdem ist es eine Reise, eine sehr schnelle und oft auch aufregende. Und man kann sich nicht einmal den Beginn der Reise aussuchen: Es ist ein mehr oder weniger gro\u00dfes Gl\u00fcck, wo, wann und in welche Bedingungen man geboren wurde. Dann geht es schon los: st\u00e4ndig Abzweigungen, Entscheidungen, Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Und keine Gelegenheit umzukehren. Das Leben ist n\u00e4mlich eine Einbahnstra\u00dfe, zur\u00fcck geht nicht. Auch wenn der Slogan sehr beliebt ist: Geht nicht, gibt\u2019s nicht. In diesem Falle schon. Aber keine Sorge: \u201eDie Welt ist gro\u00df und Rettung lauert \u00fcberall*!\u201c: ein lieber Mensch, ein Fachmann\/eine Fachfrau, ein Ratgeber aus dem B\u00fccherregal, eine Nacht lang dr\u00fcber schlafen, eine +\/- Liste, ein Gebet \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Blick nach vorne ist wichtig und immer wieder die Orientierung im Sich-selbst-treu-bleiben. Das erfordert manchmal Mut. Doch darauf kommt es an: Sei ein Original, bleibe dir treu und wirke nachhaltig! Du hast n\u00e4mlich nicht viel Zeit, das Leben ist kurz wie ein Wimpernschlag!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte dir nicht vorenthalten, wie C.M. Bagus so sch\u00f6n in ihrem m\u00e4rchenhaften Roman \u201eDer Duft des Lebens\u201c schreibt:<br>\u201ePoliere deine Gedanken und zieh dir gute Schuhe an. Verstehst du, was ich meine? Es bedarf oft nicht der Ver\u00e4nderung der Welt, sondern nur der Art, wie wir in sie hinaustreten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Brandnerschrofen-web2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1403\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Brandnerschrofen-web2.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Brandnerschrofen-web2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Brandnerschrofen-web2-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>* Titel eines Romans von Ilija Trojanov<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">6 Nikolaustag<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Klosterfenster.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1395\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Klosterfenster.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Klosterfenster-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Klosterfenster-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Drei goldene Kugeln fliegen durch die Luft &#8211; und landen im Zimmer von drei Schwestern.<br>Was ist passiert?<br>Der wohlhabende Nikolaus kommt zu Fu\u00df unter einem Fenster vorbei, aus dem herzerweichendes, bitterliches Weinen dringt. Er fragt nach dem Grund des Jammers und erf\u00e4hrt, dass die Familie viel zu arm ist, um den drei T\u00f6chtern eine Heirat nach Wunsch zu erm\u00f6glichen. F\u00fcr jede bringt die Zukunft die Heirat und folglich das Leben mit einem alten Mann (oder gar den Weg in die Prostitution). In drei N\u00e4chten geht Nikolaus an diesem Fenster vorbei und wirft jedes Mal einen Klumpen Gold durchs offene Fenster. Nikolaus wird beobachtet und so kann der Vater ihm seinen tiefen Dank ausdr\u00fccken. Die M\u00e4dchen k\u00f6nnen einen Mann w\u00e4hlen, den sie lieben, und somit in den Sommer ihres Lebens schreiten. W\u00e4re ihnen doch ohne die goldene Mitgift der direkte Weg in den Herbst des Lebens beschieden gewesen!<\/p>\n\n\n\n<p>Goldene Kugeln \u2013 saftig, s\u00fc\u00df und voller Sommersonne \u2013 Orangen, Mandarinen und Co im Nikolauss\u00e4ckchen erinnern uns an diese sch\u00f6ne Geschichte vom gro\u00dfherzigen Nikolaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche jeder und jedem, dass alle \u201eJahreszeiten\u201c des Lebens zur rechten Zeit durchschritten werden k\u00f6nnen!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens: Wenn wir uns bei jemandem erkenntlich zeigen wollen, im Moment jedoch mit leeren H\u00e4nden dastehen, dann sagt man bei uns: \u201e I we\u00e5r dr schu\u00e5 o am\u00e5l an Schtu\u00e5 in Gart\u00e5 werf\u00e5.\u201c \u2013 Im Sinne eines goldenen Steines nat\u00fcrlich!  &#x1f609;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"391\" height=\"500\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/lichtzugewandt-klweb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1396\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/lichtzugewandt-klweb.jpg 391w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/lichtzugewandt-klweb-235x300.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">5 <\/h1>\n\n\n\n<p>Ich werde es vermissen! Bestimmt werden es viele heuer vermissen! Dieses Gruseln und Grauen, wenn die Krampusse auf dem Stadtplatz auftauchen, ihre wilden T\u00e4nze mit den riesigen Schellen im Kreis vollf\u00fchren und mit Fackeln und Feuer rotes Licht in die Nacht zaubern.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist dieser Brauch eine bildhafte Erinnerung daran, dass wir das gute Schicksal nicht pachten k\u00f6nnen. Kaufen auch nicht. Es ist ein Geschenk. Manchmal ist es auch redlich verdient. Unsere beh\u00fcteten Kinder wissen das meistens noch nicht. Doch sie werden es lernen. Vielleicht bekommen sie eine erste Ahnung, wenn sie dem furchterregenden Krampus begegnen, &#8211; zum Gl\u00fcck auf der Schulter von Papa oder fest gedr\u00fcckt an die Mama, &#8211; und dann ist alles wieder gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allen Problemen, Schwierigkeiten und Gefahren k\u00f6nnen wir unsere Kinder nicht besch\u00fctzen, wenn wir es auch noch so wollten. Ich denke sogar, wir d\u00fcrfen ihnen gar nicht alle Steine aus dem Weg r\u00e4umen, es sind n\u00e4mlich die ihren. Sie werden daran wachsen und gl\u00fccklich und stolz \u00fcber bestandene Herausforderungen sein.<br><br>Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck, wenn wir mit Menschen mit Lebenserfahrung, Toleranz und Verst\u00e4ndnis zu tun haben! Sie werden unsere besten Lebensbegleiter sein!<br>\u201eGl\u00fccklich sind die mit den Rissen im Leben, denn sie lassen das Licht herein.\u201c (ein Zitat von Yvan Audouard, &#8211; gelesen im wunderbaren Roman \u201eDas Haus der Frauen\u201c von Laetitia Colombani)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"394\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/zugspitzblick-rot-nicole.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1392\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/zugspitzblick-rot-nicole.jpg 600w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/zugspitzblick-rot-nicole-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">4 <\/h1>\n\n\n\n<p>Am Barbaratag denkt man in unseren Breiten vor allem an die Barbarazweige, die am heutigen Tag ins Haus geholt zur Weihnachtszeit bl\u00fchen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Barbara wird auf Bildern meistens mit einem Turm dargestellt.<br>Viele Jahre soll sie in einem Turm eingesperrt gelebt haben. Der eigene Vater wollte sie bis zur Verm\u00e4hlung vor der Welt bewahren, vers\u00e4umte aber, ihre Seele zu n\u00e4hren. Was Barbara brauchte, fand sie im Glauben, zu dem sie sich schlie\u00dflich \u00f6ffentlich bekannte. Sie wollte kein weltliches Leben mehr, lie\u00df ein drittes Fenster in den Turm schlagen, damit f\u00fcr jeden drau\u00dfen ersichtlich war, sie lebt dort im Turm als Christin und pflegt ihren Glauben an Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist (3 Fenster).<br>F\u00fcr Barbara gab es kein Happy End. Der Vater akzeptierte ihre Entscheidungen nicht und die Legende erz\u00e4hlt, dass sie durch die Hand des Vaters sterben musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hoffen sehr wohl auf ein Happy End. Denn momentan befinden wir uns auch in einer Art Turm. Um so wichtiger ist es darauf zu achten, was unsere Seele n\u00e4hrt. Psychologen und Therapeuten k\u00f6nnen ein Lied davon singen\u2026 <br>Es hilft herzlich wenig, gegen den Turm zu lamentieren, es ist, als w\u00fcrde man nur Runde um Runde drehen wie ein gefangenes Tier im Zoo. <br>Man muss einige Ziegelsteine entfernen, Licht in den Turm hereinlassen, f\u00fcr frische Luft sorgen und das Herz l\u00fcften. Noch besser ist es hinaufzusteigen und hinauszusehen, &#8211; m\u00f6glichst miteinander, um sich auszutauschen und Pl\u00e4ne zu schmieden, das Miteinander auch im Kleinen zu leben. Der Seele weiten Raum geben, die Zukunft erwarten, seinen Teil dazu beitragen und ger\u00fcstet sein\u2026 immer wieder im Leben\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hohenfreyberg-kl-web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1389\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hohenfreyberg-kl-web.jpg 400w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hohenfreyberg-kl-web-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">3 <\/p>\n\n\n\n<p>Es braucht nicht viele Schritte, um etwas Sch\u00f6nes zu entdecken. Eine frisch verschneite Landschaft ist einfach sch\u00f6n, egal ob man den Winter mag oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"466\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hagebutten-700x466.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1382\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hagebutten-700x466.jpg 700w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hagebutten-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hagebutten-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/hagebutten.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Franz Kafka sagt: \u201eJeder, der sich die F\u00e4higkeit erh\u00e4lt, Sch\u00f6nes zu erkennen, wird nie alt werden.\u201c Zumindest im Geiste, m\u00f6chte ich hinzuf\u00fcgen. Das ist ein erbauliches Versprechen.<br>Doch da muss schon was dran sein \u2026<br>Ich m\u00f6chte dir dazu heute ein Erlebnis erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich durfte den bald 93-j\u00e4hrigen Krippenk\u00fcnstler Anton Keller besuchen und schon nach wenigen S\u00e4tzen wusste ich, er freut sich noch immer so sehr an allem Sch\u00f6nen, an den vielen Motiven, an seiner t\u00e4glichen Arbeit in der Werkstatt. Und seine Augen sind immer noch jung!<br>Irgendwann standen wir vor seiner Weihnachtskrippe, die ganzj\u00e4hrig stehen bleiben darf. Eine gro\u00dfe Krippe mit etlichen sehr lebendigen Szenen, mit vielen Figuren, &#8211; sie alle haben eine Bedeutung.<br>Unter einem Strauch an der Quelle der Gnade lagert ein Hirtenknabe mit seinen Schafen. Da ist auch ein Huhn.<br>Ein Huhn??<br>\u201eS\u2018 B\u00fcbla hat zu mir gset, wenn ma\u2019s guat fuattra t\u00e4t, h\u00e4tt\u2018 ma jeden Tag a Oa\u201c, schmunzelte der Krippenschnitzer, der bei der Arbeit anscheinend in einen sehr lebendigen Dialog mit seinen Figuren tritt. Das hat mir gefallen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die Quelle der Gnade flie\u00dft immer, sie versiegt nicht. Das mag ein Urvertrauen ins Leben f\u00fcr uns bedeuten. Doch das Leben selbst braucht unser Zutun. F\u00fcr ein bisschen Kreativit\u00e4t und M\u00fche werden wir belohnt. Jeden Tag \u201ea Oa\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche dir, dass du \u201edein Huhn\u201c immer flei\u00dfig f\u00fctterst und dich dann freuen kannst, was dir in den Scho\u00df f\u00e4llt!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"688\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Quelle-der-Gnade1a-web-700x688.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1384\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Quelle-der-Gnade1a-web-700x688.png 700w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Quelle-der-Gnade1a-web-300x295.png 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Quelle-der-Gnade1a-web-768x754.png 768w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Quelle-der-Gnade1a-web-800x786.png 800w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Quelle-der-Gnade1a-web.png 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">2 <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt viel zu tun. Eins nach dem anderen, &#8211; das war und ist immer noch mein Motto. Dann freut mich alles, was ich mache. Nat\u00fcrlich viel Alltagskram, was ja jeder hat. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Ganz und gar nicht. Man kann die t\u00e4glichen Dinge auch gerne erledigen, warum nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfe Sehnsucht, dem Alltag zu entkommen, ist unerf\u00fcllbar. Denn w\u00e4re dem so, dann best\u00fcnde das neue Leben bald ebenso aus Gewohnheit. Der Mensch kann sich immer nur punktuell freuen. Das ist dann ein Gl\u00fcck. Alles Gute dazwischen ist die Zufriedenheit. Sie ist auf dem Weg zu finden, dem Lebensweg sozusagen. Mit dem Alltagspaket.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon Leonardo da Vinci sagte: \u201eBinde deinen Karren an einen Stern!\u201c<br>Er sprach nicht von Kutschen, geschm\u00fcckten Pferden, &#8211; nein, den Karren nannte er: Nimm deinen Alltag mit und halte dich an einen Stern, an deine Tr\u00e4ume, deine Ziele, deine Talente, deine Gl\u00fccksmomente, deine guten kleinen Schritte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir waren im nahen Wald f\u00fcr unsere Weihnachtskrippe Moos holen. Gefunden habe ich viele, viele gr\u00fcne Sterne!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"524\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/sternmmos-700x524.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1379\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/sternmmos-700x524.jpg 700w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/sternmmos-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/sternmmos-768x575.jpg 768w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/sternmmos-80x60.jpg 80w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/sternmmos.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">1<strong> <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>\u201eTanzen ist tr\u00e4umen mit den F\u00fc\u00dfen!\u201c<\/strong> (aus Finnland)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/tanzender-engel-karte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1376\" width=\"407\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/tanzender-engel-karte.jpg 565w, https:\/\/www.suria.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/tanzender-engel-karte-262x300.jpg 262w\" sizes=\"auto, (max-width: 407px) 100vw, 407px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das ist heute mein Bild.<br>Der Engel tanzt \u00fcber allem mit einer Leichtf\u00fc\u00dfigkeit, die ich mir manchmal w\u00fcnsche. Was vor mir oder unter mir liegt, &#8211; es ist dasselbe, ob ich mich zwischen den H\u00e4userzeilen wie ein Wurm winde und fortschleppe, oder ob ich tanze, auch wenn das auf den ersten Blick unvern\u00fcnftig erscheint.<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss gar nicht unbedingt echt tanzen, es gen\u00fcgt schon die Vorstellung, und es tut gut!<br>Meine Freundin kann ein Lied von der Kraft der Vorstellung singen, &#8211; sie hat Erfahrung mit imagin\u00e4rem Konfettiwerfen \u2013 und sie strahlt!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche dir heute einen \u201eleichtf\u00fc\u00dfigen\u201c Tag!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#1b7196\"><strong>Wege oder Die Kunst der kleinen Schritte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#1b7196\">Das ist im Advent 2021 mein Motto.<br>\u201eGro\u00dfe Spr\u00fcnge\u201c machen wir gerade alle nicht.<br>Vielleicht ist es gerade deshalb recht passend, unser Augenmerk auf die \u201ekleinen Schritte\u201c zu legen. M\u00f6glicherweise entdecken wir dabei, wie sich unser Leben mit den kleinen Schritten anders entwickelt und stellen fest:<br>was uns fehlt, was uns \u00fcberhaupt nicht fehlt, was uns einengt, was uns bereichert,<br>was uns nervt, was uns freut, was uns belastet, was uns innere Freiheit schenkt \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wege oder Die Kunst der kleinen Schritte 24 Heiliger Abend Ein Stern f\u00fchrt uns, ein himmlisches Zeichen: Es gibt mehr als unser Erdenleben! 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